© 2019 Neda Savkovic - Heilpraktikerin

Mehr Mobilität mit der

Faszientherapie

Wenn von Faszien die Rede ist…

Faszien werden oft als bindegewebige Hülle um die Skelettmuskulatur (Myofaszien) beschrieben. Das Fasziennetz umfasst jedoch weitaus mehr als die Muskeln. Sie bilden auch Sehnen, Bänder und Gelenkkapseln. Sie umhüllen innere Organe und sorgen dafür, dass diese an ihrer Position bleiben, aber dennoch flexibel verschieblich sind (z.B. im Falle einer Schwangerschaft). Faszien sind der wichtigste Wasserspeicher im Körper und kommunizieren über chemische Prozesse bzw. Nerven mit vielen anderen Strukturen im Körper. Bei einer klassischen Faszienbehandlung werden zwar in erster Linie die Muskelfaszien gelockert und geöffnet, der Effekt reicht jedoch oft sehr viel tiefer in die Systeme des menschlichen Körpers hinein. Das Prinzip der Zuglinien veranschaulicht diese Zusammenhänge. Beispielsweise zieht sich die innere, tiefe Frontallinie der Faszien entlang der Wirbelsäule durch die gesamte vertikale Körpermitte. Ist diese Zuglinie an einer Stelle blockiert, kann sich dies z.B. auch auf die stabilisierenden Muskeln im Rücken auswirken. Teil der tiefen Frontallinie sind ebenfalls die beiden großen Kaumuskeln im Kieferbereich (M. Masseter und M. Temporalis). So kann die erhöhte Spannung dieser Muskeln beim weit verbreiteten Zähneknirschen oder Kieferpressen durchaus auch die Statik der Wirbelsäule und andere Gelenke beeinflussen.

Verklebung und Umbau der Faszien

Die wahrscheinlich häufigste Ursache für Verklebungen der Faszien ist Bewegungsmangel. Hier gilt tatsächlich der Grundsatz: „Wer rastet, der rostet“ - denn durch Aktivität werden die Faszien ausreichend mit Flüssigkeit versorgt, Dehungen und Beanspruchungen halten das Gefüge geschmeidig. Ohne Bewegung trocknen Faszien regelrecht aus, werden zäh und zum Ablagerungsplatz für Stoffwechselprodukte und Toxine, welche nicht abtransportiert werden können. Diese Verklebungen können dann die Durchlässigkeit und Flexibilität der Faszien auf ihrer ganzen Zuglinie stören, mit Folgen für den Bewegungsablauf und möglichen Fehlbelastungen von Gelenken. Faszien besitzen außerdem die Eigenschaft, sich den Gegebenheiten physisch anzupassen, sprich sie sind zum Umbau in der Lage. Bei diesem Remodelling können sie sich verkürzen, verlängern, Gewebe zusätzlich auf- oder abbauen. Die Anpassung findet oft über Jahre hinweg statt, wenn eine dauerhafte Fehlbelastung vorliegt. Der Umbau ist zwar in der Regel wieder rückgängig zu machen, jedoch oft mit einer zeitintensiven Körperarbeit und zusätzlichen Behandlungen verbunden. Eine direkte Behandlung der verklebten Faszien findet meist im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie statt und wird oft mit dem KINESIO® -Taping, der Neuraltherapie oder anderen manuellen Verfahren kombiniert – je nach Befund und Anforderungen. Bei der Behandlung werden mit manuellen Techniken gezielt die Verklebungen im tieferen Gewebe gelöst. Die Faszientherapie ist oft Teil der Behandlung von Sportverletzungen oder wird unterstützend bei tief sitzenden Verspannungen angewendet.

Möglicher Einsatz bei folgenden

Symptomen bzw. Erkrankungen:

Verstauchungen, Bänder- bzw. Sehnendehnungen an den Gelenken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Schulter Instabilität von Gelenken Bänderrisse Meniskusprobleme Knieschmerzen Pes Anserinus- Syndrom (Läuferknie) Verspannungen im Schulterbereich Rückenschmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule Rückenverspannungen Impingement Syndrom an der Schulter Frozen Shoulder Tennisarm / Golferarm- Karpaltunnelsyndrom Verletzungen an der Achillessehne Spannungskopfschmerz Voraussetzung für die Faszientherapie ist eine abgeschlossene Wundheilung (z.B. nach einer OP) und der Ausschluss von entzündlichen Vorgängen. Je nach Möglichkeiten des Patienten ist neben der direkten Behandlung ein selbständiges Training empfohlen, um die Flexibilität der Faszien aufrecht zu erhalten. Hier kommt in der Regel auch die Faszienrolle zum Einsatz, neben Dehnübungen und Atemtechniken. Präventiv kann das Faszientraining auch das reguläre Sportprogramm ergänzen, beispielsweise als Aufwärmtraining oder als abschliessende Dehnübung.

Die Zuglinien der muskulären

Faszien - Tensegrity Modell.

Dass wir aufrecht stehen, gehen und Bewegungen ausgleichen können verdanken wir unter anderem dem faszialen Zugsystem im Körper. Die muskulären Faszien bilden zusammen mit Sehnen, Bändern, Gelenkanteilen und dem Skelett Linien im Körper, welche zwar unter Spannung stehen, sich aber den Bewegungen anpassen und diese stabilisieren können. Die Wirbelsäule fungiert hier ähnlich wie ein Schiffsmast. Wird dieser durch den Wind unter Zug gesetzt, sorgen die Seile der Takelage und Wanten mit Gegenzug dafür, dass der Mast stabil stehen bleibt. Ein anderes Beispiel wären die Schnüre eines Zeltes, sie arbeiten nach selbem Prinzip. Eine Analyse der Körperstatik kann Aufschluß darüber geben, wo im Körper die Zuglinien beeinträchtigt sind. Oft handelt es sich hierbei um eine örtliche Verfestigung der Faszie, sprich an einer oder mehreren Stellen werden sie zäh und verlieren an Flexibilität.
NEDA SAVKOVIC
NATURHEILKUNDE | PRÄVENTION | SPORTTHERAPIE
© 2019 Neda Savkovic - Heilpraktikerin

Mehr Mobilität mit der

Faszientherapie

Wenn von Faszien die Rede ist…

Faszien werden oft als bindegewebige Hülle um die Skelettmuskulatur (Myofaszien) beschrieben. Das Fasziennetz umfasst jedoch weitaus mehr als die Muskeln. Sie bilden auch Sehnen, Bänder und Gelenkkapseln. Sie umhüllen innere Organe und sorgen dafür, dass diese an ihrer Position bleiben, aber dennoch flexibel verschieblich sind (z.B. im Falle einer Schwangerschaft). Faszien sind der wichtigste Wasserspeicher im Körper und kommunizieren über chemische Prozesse bzw. Nerven mit vielen anderen Strukturen im Körper. Bei einer klassischen Faszienbehandlung werden zwar in erster Linie die Muskelfaszien gelockert und geöffnet, der Effekt reicht jedoch oft sehr viel tiefer in die Systeme des menschlichen Körpers hinein. Das Prinzip der Zuglinien veranschaulicht diese Zusammenhänge. Beispielsweise zieht sich die innere, tiefe Frontallinie der Faszien entlang der Wirbelsäule durch die gesamte vertikale Körpermitte. Ist diese Zuglinie an einer Stelle blockiert, kann sich dies z.B. auch auf die stabilisierenden Muskeln im Rücken auswirken. Teil der tiefen Frontallinie sind ebenfalls die beiden großen Kaumuskeln im Kieferbereich (M. Masseter und M. Temporalis). So kann die erhöhte Spannung dieser Muskeln beim weit verbreiteten Zähneknirschen oder Kieferpressen durchaus auch die Statik der Wirbelsäule und andere Gelenke beeinflussen.

Verklebung und Umbau der

Faszien

Die wahrscheinlich häufigste Ursache für Verklebungen der Faszien ist Bewegungsmangel. Hier gilt tatsächlich der Grundsatz: „Wer rastet, der rostet“ - denn durch Aktivität werden die Faszien ausreichend mit Flüssigkeit versorgt, Dehungen und Beanspruchungen halten das Gefüge geschmeidig. Ohne Bewegung trocknen Faszien regelrecht aus, werden zäh und zum Ablagerungsplatz für Stoffwechselprodukte und Toxine, welche nicht abtransportiert werden können. Diese Verklebungen können dann die Durchlässigkeit und Flexibilität der Faszien auf ihrer ganzen Zuglinie stören, mit Folgen für den Bewegungsablauf und möglichen Fehlbelastungen von Gelenken. Faszien besitzen außerdem die Eigenschaft, sich den Gegebenheiten physisch anzupassen, sprich sie sind zum Umbau in der Lage. Bei diesem Remodelling können sie sich verkürzen, verlängern, Gewebe zusätzlich auf- oder abbauen. Die Anpassung findet oft über Jahre hinweg statt, wenn eine dauerhafte Fehlbelastung vorliegt. Der Umbau ist zwar in der Regel wieder rückgängig zu machen, jedoch oft mit einer zeitintensiven Körperarbeit und zusätzlichen Behandlungen verbunden. Eine direkte Behandlung der verklebten Faszien findet meist im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie statt und wird oft mit dem KINESIO® - Taping, der Neuraltherapie oder anderen manuellen Verfahren kombiniert – je nach Befund und Anforderungen. Bei der Behandlung werden mit manuellen Techniken gezielt die Verklebungen im tieferen Gewebe gelöst. Die Faszientherapie ist oft Teil der Behandlung von Sportverletzungen oder wird unterstützend bei tief sitzenden Verspannungen angewendet.

Möglicher Einsatz bei folgenden

Symptomen bzw. Erkrankungen:

Verstauchungen, Bänder- bzw. Sehnendehnungen an den Gelenken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Schulter Instabilität von Gelenken Bänderrisse Meniskusprobleme Knieschmerzen Pes Anserinus- Syndrom (Läuferknie) Verspannungen im Schulterbereich Rückenschmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule Rückenverspannungen Impingement Syndrom an der Schulter Frozen Shoulder Tennisarm / Golferarm- Karpaltunnelsyndrom Verletzungen an der Achillessehne Spannungskopfschmerz Voraussetzung für die Faszientherapie ist eine abgeschlossene Wundheilung (z.B. nach einer OP) und der Ausschluss von entzündlichen Vorgängen. Je nach Möglichkeiten des Patienten ist neben der direkten Behandlung ein selbständiges Training empfohlen, um die Flexibilität der Faszien aufrecht zu erhalten. Hier kommt in der Regel auch die Faszienrolle zum Einsatz, neben Dehnübungen und Atemtechniken. Präventiv kann das Faszientraining auch das reguläre Sportprogramm ergänzen, beispielsweise als Aufwärmtraining oder als abschliessende Dehnübung.

Die Zuglinien der muskulären

Faszien - Tensegrity Modell.

Dass wir aufrecht stehen, gehen und Bewegungen ausgleichen können verdanken wir unter anderem dem faszialen Zugsystem im Körper. Die muskulären Faszien bilden zusammen mit Sehnen, Bändern, Gelenkanteilen und dem Skelett Linien im Körper, welche zwar unter Spannung stehen, sich aber den Bewegungen anpassen und diese stabilisieren können. Die Wirbelsäule fungiert hier ähnlich wie ein Schiffsmast. Wird dieser durch den Wind unter Zug gesetzt, sorgen die Seile der Takelage und Wanten mit Gegenzug dafür, dass der Mast stabil stehen bleibt. Ein anderes Beispiel wären die Schnüre eines Zeltes, sie arbeiten nach selbem Prinzip. Eine Analyse der Körperstatik kann Aufschluß darüber geben, wo im Körper die Zuglinien beeinträchtigt sind. Oft handelt es sich hierbei um eine örtliche Verfestigung der Faszie, sprich an einer oder mehreren Stellen werden sie zäh und verlieren an Flexibilität.
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